Gedanken sind Wanderer.
Sie streifen durch vergangene Zeiten, rufen Erinnerungen wach, lassen Bilder und Gefühle auftauchen.
Sie verweilen in einer Zukunft, die noch nicht erschienen ist, formen dort bereits ihre eigenen Handlungen,
ihre eigenen Stimmungen und Emotionen.
Sie kommen und gehen.
Warum sie erschienen sind?
Diese Frage trägt jeder in sich.
Die Antwort liegt nicht im Denken, sondern im stillen Lauschen, warum sind sie da …
Der Wartende

Ist der, der da kommt, wirklich der, der da kommt?
Was könnte es bedeuten?
Vielleicht:
Ein schmaler Pfad windet sich durch den dichten Nebel eines frühen Morgens.
Die Bäume stehen wie stumme Wächter, ihre Äste greifen tastend
in die Stille.
Eine Gestalt erscheint in der Ferne —
gehüllt in einen langen Mantel, das Gesicht verborgen unter einer Kapuze.
Ein alter Mann steht am Wegesrand, stützt sich auf seinen Stock und blickt auf den Wanderer. „Ist er es?“ murmelt er.
Die Gestalt bleibt stehen, hebt langsam den Kopf.
Ein Moment der Stille.
Der Nebel zieht sich zurück, als wolle er die Wahrheit enthüllen —
oder sie gerade verbergen.
Der Mann lächelt.
„Vielleicht ist es nicht wichtig, wer kommt.
Sondern, dass jemand kommt.“
Schreibe doch, wenn du magst, deine eigene Version des Bildes.
Ich liebe es Räume zu eröffnen, wo Gedanken und Bilder sich formen können.
Oder, was passiert wenn die Gestalt näherkommt?
Ist es ein Fremder, ein alter Freund oder vielleicht… du selbst?
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