Meine Reise zur perfekten Seifenblase

Seifenblasen haben mich schon immer fasziniert.
Diese schwebenden, schillernden Wunder– so leicht und vollkommen.
Für Groß und Klein gleichermaßen ein Zauber.
Irgendwann packte mich die Frage: Kann ich meine eigene Mischung entwickeln?
Eine, die mit den bekannten Marken mithalten kann?
Es war nicht Ehrgeiz der es mich machen ließ, sondern die Lust und Freude daran, es zu tun.

Also begann ich zu tüfteln.
Ganze 2,5 Jahre lang habe ich experimentiert, gemischt, verworfen und neu gedacht.
Ich wollte verstehen was eine Seifenblase wirklich braucht um ins Leben zu kommen. 
Ich wollte sehen, wie der Wind sie formt, sie teilt ohne das sie gleich platzen.
Manchmal spalten sie sich in zwei, drei, vier oder sogar fünf Blasen –
ein toller, magischer Moment oder es werden Figuren, die der Wind gestaltet.

Ich habe unzählige Rezepturen ausprobiert und dabei auch die äußeren Bedingungen erforscht.
Wann ist das Wetter optimal?
Am besten nach einem Regen, bei bewölktem Himmel mit etwas Sonne (die ist aber kein Muss).
Leichter Wind ist okay, zu viel zerstört die Blasen.
Die Luftfeuchtigkeit sollte hoch sein – ideal sind 70–90 %, bei Temperaturen zwischen 2 und 21 °C.
Bei niedrigerer Feuchtigkeit (40–65 %) geht es zwar auch, aber die Blasen sind weniger stabil.
Am besten nach einem Regenguss, da ist die Feuchtigkeit fast 100%

Und der Luftdruck? Auch der spielt eine Rolle. Ich habe festgestellt, dass Blasen bei Hochdruck eher steigen,
bei Tiefdruck eher sinken. Ein spannender Aha-Moment.

Technik ist ebenfalls entscheidend:
Damit die Blase nicht sofort platzt, darf unten am Faden keine Flüssigkeit hängen – also gut abtropfen lassen, bevor man die Schnüre auseinanderzieht. Große Blasen gelingen am besten mit Stäben, an denen eine dreieckige Schnur befestigt ist.
Und dann kam der Zauber: Meine Mischung erzeugt Blasen, die überall bunt schimmern – manchmal sogar in Gold oder Violett.
Dieser Effekt tritt meist nach der fünften oder sechsten Blase auf – ein Zeichen, dass die Kraft der Flüssigkeit langsam nachlässt.
Das Gold-Violett ist einfach fantastisch anzusehen. Manche Blasen sind am Ende sogar klar wie Glas.

Eine einzelne Blase mit einem Durchmesser von 80–100 cm hält locker 20 Sekunden.
Mein persönlicher Rekord: 80 cm Durchmesser und unglaubliche 3 Minuten und 40 Sekunden Flugzeit – über den Eichen, getragen vom Wind, sehr wenig Wind. (Das ist wirklich eine Seltenheit, kam bisher nicht mehr vor)

Die Blasen formen Figuren durch den Wind, lassen sich teilen, ohne zu platzen –
Wenn die Seifenblase groß genug ist, kann man auch kleinere Seifenblasen hineinblasen, nur durch pusten.
Eine gute Mischung für große Blasen sollte so stabil sein, dass man mindestens zehn Schritte laufen kann, ohne dass der Blasenfilm reißt. Mein Rekord liegt bei 30 Schritten rückwärts – das sind etwa 15 Meter. Nicht schlecht, oder?

Jetzt ist es Zeit, ein paar Bilder und Videos zu zeigen – damit ihr sehen könnt, was aus dieser Leidenschaft entstanden ist.
Habt ihr Fragen, dann schreibt mir.

„Und hier siehst du die Seifenblase, wie sie entsteht"

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